Blog · ca. 5 Minuten · July 30, 2026
Radonschutz im Bestand in drei Stufen: lüften, abdichten, absaugen. Was Radonschutz kostet, wovon es abhängt und warum die Kontrollmessung dazugehört.

Kurz gesagt: Radonschutz im Bestand geht in drei Stufen vor: lüften, Eintrittswege abdichten und, wenn das nicht reicht, die Bodenluft absaugen. Welche Stufe Ihr Haus braucht, zeigen erst eine Messung und die Suche nach den Eintrittswegen. Ob eine Maßnahme gewirkt hat, belegt nur eine Kontrollmessung.
Ein erhöhter Messwert ist kein Grund zur Panik. Schutzmaßnahmen müssen nicht teuer sein, oft helfen schon einfache Schritte. Wichtig ist, sie in der richtigen Reihenfolge anzugehen und den Erfolg anschließend zu überprüfen.
Regelmäßiges, kräftiges Lüften ist die schnellste und einfachste Methode, die Radonkonzentration in einem Raum zu senken. Am wirksamsten ist Querlüften mit gegenüberliegenden, weit geöffneten Fenstern. Gekippte Fenster helfen auch, aber deutlich langsamer. Lüften ist eine gute Sofortmaßnahme, ersetzt bei dauerhaft hohen Werten aber keine bauliche Lösung.
Radon gelangt aus der Bodenluft über undichte Stellen ins Haus: über Risse in Kellerwänden oder Bodenplatte, offene Fugen sowie Kabel- und Rohrdurchführungen. Hier setzt die zweite Stufe an:
Ein Hinweis aus der Praxis der Feuchtesanierung: Eine Abdichtung gegen Feuchte wirkt nur dann auch gegen Radon, wenn sie gasdicht ausgeführt ist. Eine Kellerabdichtung allein ist also noch kein Radonschutz.
Reichen Lüften und Abdichten nicht aus, kann die radonhaltige Bodenluft abgesaugt werden, bevor sie ins Gebäude gelangt, etwa über einen Radonbrunnen neben dem Haus oder eine Flächendrainage unter der Bodenplatte. Voraussetzung ist ein ausreichend durchlässiger Boden. Solche Anlagen sollten fachlich geplant werden.
Ob eine Maßnahme wirkt, zeigt nur eine erneute Messung nach der Sanierung. Erst dann steht fest, ob der Wert tatsächlich unter den Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter gesunken ist oder ob nachgebessert werden muss. Was dieser Wert bedeutet und was nicht, erklärt die Seite Radon-Referenzwert. Wie eine Messung abläuft, lesen Sie im Beitrag Radonmessung: Wie sie wirklich abläuft.
Die wirksamste Maßnahme hängt davon ab, wo das Radon ins Gebäude gelangt. Wer die Eintrittswege kennt, kann gezielt abdichten, statt pauschal zu sanieren. Radon- und Feuchteprobleme im Keller können dabei zusammenhängen, weil beide über undichte erdberührte Bauteile ins Gebäude gelangen. Eine Bestandsaufnahme durch einen Sachverständigen hilft, beides zusammen zu betrachten.
Bei einer Radonmessung mit BauReport gehört eine Begehung mit Maßnahmenempfehlung dazu. Ich sehe mir Keller und erdberührte Räume an, suche nach Rissen, Fugen und Durchführungen und sage Ihnen, welche Stufe für Ihr Haus sinnvoll ist und was Sie sich sparen können. Wie die Belastung in der Region verteilt ist, beschreibt der Beitrag Radon in NRW.
Quelle: Zentrale Radonstelle des Landes NRW (Stand: September 2026).
Eine seriöse Zahl für die Maßnahmen kann ich Ihnen vorab nicht nennen, weil sie vom Haus abhängt: Wo tritt das Radon ein, wie ist der Keller gebaut, wie durchlässig ist der Boden, wie hoch liegt der Wert? Lüften kostet nichts, kleine Fugen und Durchführungen lassen sich oft selbst schließen. Flächige Abdichtungen und Absauganlagen plant und kalkuliert ein Fachbetrieb für Ihr Gebäude. Fest steht dagegen, was die Messung kostet: Die Radonmessung kostet 390 € inkl. MwSt., wenn ich das Gerät beim Analysetermin aufstelle, und 890 € inkl. MwSt. als eigener Termin. Beides umfasst Aufstellen, Abholen, Auswertung und eine Begehung mit Maßnahmenempfehlung. Details stehen auf der Seite Radonmessung.
Für bestehende Wohngebäude gibt es keine Pflicht zu messen oder zu sanieren. Liegt der Jahresmittelwert in Aufenthaltsräumen über dem Referenzwert von 300 Bq/m³, ist es aber sinnvoll, die Konzentration zu senken.
Ja. Passive Messdosen, sogenannte Exposimeter, sind ein guter erster Schritt. Die Verbraucherzentrale NRW nennt dafür etwa 30 bis 50 Euro pro Messung. Wollen Sie wissen, wann die Werte steigen, wo das Radon eintritt und welche Maßnahme passt, braucht es eine Messung mit Verlauf und eine Begehung.
Wie die erste Messung: Eine Langzeitmessung dauert 3 bis 9 Monate. Eine kurze Messung kann einen ersten Eindruck geben, ob eine Maßnahme in die richtige Richtung wirkt.
Sie haben einen erhöhten Wert gemessen oder wollen wissen, wo Sie stehen? Schreiben Sie mir kurz, wo Ihr Haus steht und welche Räume im Keller oder Erdgeschoss genutzt werden. Ich messe und berate im Oberbergischen Kreis und Umgebung. Alles zur Messung und Bewertung finden Sie auf der Seite Radon, für Ihre Lage als Eigentümer auf der Seite für Privateigentümer. Sie erhalten werktags innerhalb von 24 Stunden eine Rückmeldung, einen Vor-Ort-Termin in der Regel innerhalb von 1–2 Wochen. Termin anfragen
Beschreiben Sie kurz, was Sie beobachten, oder rufen Sie mich an. Ich melde mich werktags innerhalb von 24 Stunden und bespreche die nächsten Schritte.
Die Anfrage ist unverbindlich.


Nasse Wände, feuchter Keller, Salzränder am Putz:
Ich messe und unterscheide, ob Feuchte aufsteigt, von außen eindringt oder als Kondensat entsteht. Davon hängt ab, welche Sanierung überhaupt hilft.

Nicht jeder Riss ist gefährlich. Ich bewerte Verlauf und Breite und sage Ihnen, ob der Riss nur optisch stört, beobachtet werden sollte oder ein Statiker ihn prüfen muss.

Radon ist ein radioaktives Gas, das man weder sieht noch riecht.
Ich messe die Belastung in Ihren Räumen, vergleiche sie mit dem gesetzlichen Referenzwert von 300 Bq/m³ und sage Ihnen, ob Maßnahmen nötig sind.

Schimmel ist meist nur das Symptom. Ich kläre, ob Feuchtigkeit von außen, eine Wärmebrücke oder das Lüften dahintersteckt, damit er nach dem Entfernen nicht wiederkommt.

Abplatzungen, Rostfahnen, freiliegende Bewehrung:
Ich beurteile, wie weit die Korrosion fortgeschritten ist und welche Instandsetzung die Bausubstanz dauerhaft sichert.

Ein feuchter Keller hat selten nur eine Ursache. Ich prüfe Abdichtung, Wände und Nutzung und zeige Ihnen, welche Maßnahme zu Ihrem Keller passt und welche Sie sich sparen können.

Streusalz, undichte Fugen, Risse in der Bodenplatte: Ich untersuche Ihre Tiefgarage. Eigentümergemeinschaften und Verwaltungen erhalten eine belastbare Grundlage für Beschluss und Sanierung.

Feuchte Flecken unter der Platte, lose Fliesen, rostiges Geländer: Ich prüfe Abdichtung, Gefälle und Anschlüsse und sage Ihnen, ob eine Reparatur reicht oder der Aufbau erneuert werden muss.