Blog · ca. 5 Minuten · July 2, 2026
Das Rheinische Schiefergebirge gilt in NRW als Region mit radonbildenden Gesteinen. Was über Vorkommen und Messergebnisse bekannt ist.

Radon ist kein exotisches Thema, sondern ein natürlicher Bestandteil der Bodenluft – auch in Nordrhein-Westfalen. Wie viel davon in einem Gebäude ankommt, hängt allerdings stark vom Untergrund und vom Gebäude selbst ab. In den vergangenen Jahren gab es in NRW mehrere Messprogramme, die ein recht klares Bild zeichnen.
Radon entsteht beim Zerfall von Uran, das in geringen Mengen in nahezu jedem Gestein steckt. Bestimmte Gesteinsarten enthalten davon etwas mehr – etwa Tonsteine mit einem hohen Anteil an fein verteiltem organischem Kohlenstoff oder Granit. In NRW treten solche Gesteine vor allem im Rheinischen Schiefergebirge auf. Zu diesem Mittelgebirgsraum zählen unter anderem das Bergische Land, das Sauerland, das Siegerland und die Eifel.
In der Bodenluft liegen die Werte in NRW typischerweise zwischen 20.000 und 100.000 Becquerel pro Kubikmeter. Vereinzelt wurden deutlich höhere Werte bis 900.000 Becquerel pro Kubikmeter gemessen. Zum Vergleich: In Innenräumen gilt ein Jahresmittel von 300 Becquerel pro Kubikmeter bereits als gesetzlicher Referenzwert. Entscheidend ist also, wie viel der Bodenluft ihren Weg ins Haus findet.
Die vielleicht wichtigste Erkenntnis: Der Untergrund allein entscheidet nicht. Ob sich Radon in Innenräumen anreichert, hängt ebenso von Bauweise, Gebäudezustand, Nutzung und Lüftung ab. Zwei benachbarte Häuser auf demselben Boden können deshalb sehr unterschiedliche Werte aufweisen. Eine Karte oder ein Durchschnittswert der Gemeinde ersetzt keine Messung im eigenen Gebäude.
Wer im Rheinischen Schiefergebirge wohnt und einen erdberührten Keller oder Aufenthaltsräume im Erdgeschoss nutzt, hat einen guten Grund, einmal nachzumessen. Wie eine Messung abläuft, lesen Sie im Beitrag Radonmessung: Wie sie wirklich abläuft.
Quelle: Zentrale Radonstelle des Landes NRW (Stand: September 2026).
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Nasse Wände, feuchter Keller, Salzränder am Putz:
Ich messe und unterscheide, ob Feuchte aufsteigt, von außen eindringt oder als Kondensat entsteht. Davon hängt ab, welche Sanierung überhaupt hilft.

Nicht jeder Riss ist gefährlich. Ich bewerte Verlauf und Breite und sage Ihnen, ob der Riss nur optisch stört, beobachtet werden sollte oder ein Statiker ihn prüfen muss.

Radon ist ein radioaktives Gas, das man weder sieht noch riecht.
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